Differenzierte Muskelwahrnehmung

Yogahaltungen (Asanas) als sensormotorische Optimierung

Yogahaltungen schulen die Sensormotorik des gesamten Körpers. Bei jedem Asana treten die elastische Kräfte und die Schwerkraft auf. Gegen die Schwerkraft werden durch die Muskeln bestimmte Gegensätze erzeugt. Dieser koordinierte Einsatz ganz bestimmter Muskeln wird vom Zentralnervensystem (ZNS) gesteuert. Wenn beim Üben von Asanas regelmäßig gelernt wird, immer weniger Kraft anzuwenden, so folgt daraus, daß das Regelsystem in seiner Leistungsfähigkeit gesteigert wird. Diese Optimierung im sensormotorischen Regelsystem ist dadurch möglich, daß die Asanas mit konzentrativer Aufmerksamkeit ausgeführt werden. Ein Yogageübter benötigt in einer Haltung weniger Muskelaktivität als ein Ungeübter. Manche Yogahaltungen verlangen eine sehr subtile Beherrschung bestimmter Muskeln wie beim Musizieren. Je besser man konzentriert, um so müheloser gelingt eine Haltung. Diese gelernte Leichtigkeit ohne Stress und Leistungsdruck ist auch eine wichtige Voraussetzung für Berufsmusiker. Im Lauf der Zeit erwirbt man eine Fähigkeit sehr selektiver motorischer Steuerung

und Feinmotorik, die beim Musizieren übertragen werden  kann.

 

 

 

Checkliste

  • Wie differenziert spüre ich die Verspannungen, die beim Üben auftreten?
  • Kenne ich Entspannugstechnik und Methode, die mir hilft, daß die Beschwerden zurückgehen?
  • Nehme ich die auftretende Beschwerden selbstverständlich als Tätigkeitsmerkmal?
  • Oder habe ich Übungsmethode, womit ich entgegensteuern kann?
  • Bin ich mir bewußt wie ich atme im Alltag, beim Üben und auf der Bühne?